Quattroball 2011
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Janckara
Wende im Fall Ullrich – Spur führt zum Quattroball
Memmelsdorf. Es scheint, als sei das alljährliche Quattroball-Turnier in einen handfesten Skandal verwickelt. Das zumindest behaupten die Anwälte von Radprofi Jan Ullrich, der unter Verdacht steht, in die Dopingaffäre um den spanischen Arzt Eufemio Fuentes verwickelt zu sein. Bei einer Hausdurchsuchung hatten die spanischen Fahnder Blutbeutel entdeckt, die angeblich von Ullrich stammen sollen. "Doch bei dem gefundenen Blut handelt es sich nicht um das unseres Mandanten", behaupten die Anwälte des Toursiegers von 1997. In einer medizinischen Untersuchung durch ein unabhängiges Labor konnten in dem Blut erhebliche Mengen der chemischen Verbindung C2H5OH nachgewiesen werden, einer Substanz, welche besonders von Quattroballern zur Leistungssteigerung eingenommen wird. "Wir wollen zu diesem Zeitpunkt noch keine Namen nennen, aber die gefundenen Blutbeutel konnten allesamt einwandfrei den Mitgliedern des Quattroball-Teams "Janckara" zugeordnet werden." Schwere Vorwürfe, doch unsere Redaktion konnte noch mehr in Erfahrung bringen: So soll der Leiter eines Versorgungsunternehmens in der näheren Umgebung, Dieter Buhmann (Name von der Red. geändert), die Kontakte zwischen dem Team "Janckara" und Fuentes hergestellt haben. Ein ehemaliges Teammitglied, das aus Angst vor seinen früheren Teamkollegen unerkannt bleiben will, beschreibt den Ablauf: "Es war jedes Jahr das gleiche, alles weit im Voraus geplant und organisiert. Am Tag vor dem Quattro trafen wir uns mit dem Kontaktmann in seinem Büro. Da fand dann nach dem üblichen Smalltalk die Geldübergabe statt. Die Ampullen mit dem Stoff hatte er im Keller in einem Kühlraum gelagert. Wir haben das Zeug kästenweise mitgenommen. Manchmal wurde sogar noch auf dem Spielfeld gedopt." Der beschuldigte Unternehmer wollte zu den Vorwürfen keine Stellung nehmen, stellte aber klar, dass die Kästen Eigentum seines Unternehmens seien. Die betroffenen Athleten schweigen noch zu den Vorwürfen. Die Teamleitung von "Janckara" gab am Vormittag nur folgende Presseerklärung heraus: "Unsere Athleten haben in ihrer ganzen Karriere niemanden betrogen, und das ist ganz groß. Alle unsere Spieler werden nächste Woche eine Haarprobe abgeben, um damit ihre Unschuld zu beweisen. Sie tun das, weil sie ein absolut reines Gewissen haben."
Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, drohen dem Team erhebliche Konsequenzen. So soll der Mannschaft angeblich das gelbe Trikot, das sie bei den Quattroball-Turnieren der letzten sieben Jahre ununterbrochen tragen konnte, nachträglich aberkannt werden.
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